Duftmarketing: Quatsch oder Wunder?

DuftmarketingDerzeit k├Ânnen Gesch├Ąfte des Einzelhandels Ihr Werbebudget fast g├Ąnzlich in Duftmarketing investieren.
Beim Duftmarketing wird mal mehr, mal weniger aufdringlich versucht, den Besucher mit Hilfe von Ger├╝chen zum Konsum zu verf├╝hren.

Teile der Gesch├Ąftswelt haben sich von “Duft-Marketing-Experten” schon verf├╝hrerische, Konsum-f├Ârdernde, Kunden-lockende D├╝fte in Ihr Gesch├Ąft implementieren lassen.

Als Marketing-Experten sehen wir das kritisch

Irgendwie komme ich mir vor wie ein ser├Âser Doktor im fr├╝hen 20. Jahrhundert, als gerade das Radium entdeckt wurde und allerlei Betr├╝ger und (Pseudo-)Heiler diesen Stoff in Medizin, Nahrung und vieles weitere mischten.
Nat├╝rlich ist ein Duftmarketing nicht so sch├Ądlich, wie der Verzehr von radioaktiven Stoffen, der positive Nutzen ist jedoch in noch keiner Studie und von keinem seri├Âsem Experten verifiziert worden. Subjektive eigene Erfahrungen und Erfahrungen von Konsumenten sprechen eher von einer “Luftverschmutzung”.
Man muss auch als kleiner Mitspieler im Einzelhandel nicht alles mitmachen, was die Gro├čen tun um die Sinne der Konsumenten zu reizen.
Ein krasses Beispiel f├╝r Reiz├╝berflutung ist z.B. die Modekette Hollister. Hier werden nicht nur die olfaktorischen Sinne ├╝berladen, sondern auch das Geh├Âr mit lauter Musik beeintr├Ąchtigt.

Wieso sollte Duft ein Vorteil sein?

Wir wissen, dass es nat├╝rlich-bedingte D├╝fte in Gesch├Ąften gibt, die die Eigent├╝mer nat├╝rlich ├╝berdecken wollen. Niemand will bei Betreten eines Gesch├Ąfts riechen, wie viele hundert Leute vorher schon da waren. Und nat├╝rlich verstr├Âmen Fastfood-Restaurants einen ganz eigenen Duft, der sie gleich als solche zu erkennen gibt. Parf├╝merien wie Douglas riechen selbstverst├Ąndlich ├╝berm├Ą├čig kr├Ąftig nach Parf├╝m – logisch da wird ja auch Parf├╝m ausprobiert und gelagert. Aber wieso sollte ein Einzelh├Ąndler bewusst seinen Laden nach Schokolade oder Zitrone riechen lassen? Es entsteht der Eindruck, dass mittlerweile alles getan wird um sich dem Konkurrenzdruck aus dem Netz entgegenzustemmen. Aber wieso sollte gerade penetrantes Duftmarketing funktionieren? Das Problem liegt nicht daran, dass immer weniger Besucher zu Kunden werden, sondern daran, dass immer weniger Besucher ├╝berhaupt in die Gesch├Ąfte kommen. Besitzer von Ladengesch├Ąften haben auch vor dem gro├čen Online-Handel-Boom Waren an Kunden verkauft – Das Problem ist also kein Conversion-Problem sondern viel mehr ein reines Problem des Besucheraufkommens.

Mit Vernunft zum Ziel!

Der Einzelhandel und das Internet stehen sich nicht 1:1 gegen├╝ber. Werbeverantwortliche sollten heute immer auch ├╝ber die zahlreichen M├Âglichkeiten des Internets mit den Zielgruppen der lokalen Gesch├Ąfte kommunizieren. Zahlreiche positive Beispiele zeigen wie man mit einer eigenen Webseite, einer gepflegten Social-Media-Pr├Ąsenz und/oder einem Videoblog auch Konsumenten erreichen kann, die sonst eher dazu tendieren, online zu bestellen. Wer hier gut aufgestellt ist, der braucht sich auch weniger vor dem Konkurrenzdruck aus dem Netz zu f├╝rchten. Nat├╝rlich geh├Ârt nach wie vor eine ansprechende Pr├Ąsentation der Ware zum Erfolgskonzept eines jeden Ladengesch├Ąfts.

Ist Duftmarketing also komplett irrelevant?

Nein, es ist sicher auch dem Verkauf dienlich, wenn das gesamte Umfeld der Warenpr├Ąsentation stimmt! Aber es ist eines der letzten Glieder in einer Kette von Marketing-Ma├čnahmen die getroffen werden sollten. Am wichtigsten ist das generieren einer interessierten Besucherschaft, sonst ist Duftmarketing allenfalls eine angenehme Sache f├╝r das Ladenpersonal.

 

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